
Quelle: Pixabay / Steve Buissinne
WIRTSCHAFT:
DEW 21 gibt Tochtergesellschaft „Stadtenergie“ auf
Der Dortmunder Energieversorger DEW 21 wickelt die Discount-Tochter Stadtenergie ab. Und erwartet eine 100-Millionen-Finanzspritze von seinen beiden Gesellschaftern.
DEW 21 versenkt den als „digitales Schnellboot“ im Jahr 2020 gestarteten Discounter Stadtenergie. Zum 30. Juni dieses Jahred ende das operative Geschäft der Tochtergesellschaft, teilte der Dortmunder Energieversorger mit. Bereits
im Frühjahr vergangenen Jahres, nachdem die Betrügereien mit Rechnungen aufgefallen waren, war das Neukunden-Geschäft gestoppt
worden.
Die Entscheidung, den Discounter auf Grund zu legen, geht einher mit Geschäftszahlen, die röter sind, als erwartet. Bisher rechnete man in Dortmund für das Jahr 2023 mit einem Verlust in Höhe 74 Millionen Euro. Am 11. März sah sich der Aufsichtsrat mit einer neuen Zahl konfrontiert. Nach der „vollständigen Aufarbeitung“ der Vorfälle bei Stadtenergie kamen die Prüfer auf ein Minus von 93,2 Millionen Euro.
Die Abweichung von 19,2 Millionen Euro ergebe sich „vor allem aus niedrigeren Umsätzen und der Konkretisierung von Prognosewerten anhand der nun abschließend vorliegenden Verbrauchs- und Preisdaten“, schreibt DEW 21. Auf das prognostizierte Jahresergebnis 2024 von DEW 21 hätte dies keinen Einfluss.
Alles andere als ein gutes Händchen hatte Stadtenergie im Handel. Eine Sprecher von DEW 21 bestätige gegenüber dieser Redaktion einen Bericht der Ruhrnachrichten, wonach die Einnahmen aus den Energieverkäufen deutlich unter den Beschaffungskosten lagen. Auch kaufte der Discounter demnach zu viel Energie ein.
Teilverkauf von Windkraftanlagen?
Durch den jetzt festgeschriebenen höheren Verlust der Tochter verringert sich der Gewinn von DEW 21. Wie die Ruhrnachrichten erfahren haben, steht unter dem Strich noch ein Plus 12,2 Millionen Euro. Geld, das an den Gesellschafter Westenergie überwiesen wird. Für den zweiten Gesellschafter, die Stadtwerke-Mutter DSW 21, bleibt dem Vernehmen nach wie schon im Vorjahr kaum etwas übrig.
Mehr Geld soll in umgekehrter Richtung fließen. Die Eon-Tochter Westnetz und DSW 21 wollen als Gesellschafter offenbar das Eigenkapital von DEW 21 um 100 Millionen Euro aufstocken. Stärken soll das Unternehmen auch eine „Transformationsvereinbarung“, die Ende 2024 mit den Gesellschaftern getroffen wurde. Das Papier zeichnet laut Zeitungsbericht Wege vor, wie DEW 21 an weiteres frisches Kapital gelangen könnte – so zum Beispiel durch den Teilverkauf von Windkraftanlagen. Auch soll sich DEW 21 zu Sparmaßnahmen verpflichtet haben.
Die Entscheidung, den Discounter auf Grund zu legen, geht einher mit Geschäftszahlen, die röter sind, als erwartet. Bisher rechnete man in Dortmund für das Jahr 2023 mit einem Verlust in Höhe 74 Millionen Euro. Am 11. März sah sich der Aufsichtsrat mit einer neuen Zahl konfrontiert. Nach der „vollständigen Aufarbeitung“ der Vorfälle bei Stadtenergie kamen die Prüfer auf ein Minus von 93,2 Millionen Euro.
Die Abweichung von 19,2 Millionen Euro ergebe sich „vor allem aus niedrigeren Umsätzen und der Konkretisierung von Prognosewerten anhand der nun abschließend vorliegenden Verbrauchs- und Preisdaten“, schreibt DEW 21. Auf das prognostizierte Jahresergebnis 2024 von DEW 21 hätte dies keinen Einfluss.
Alles andere als ein gutes Händchen hatte Stadtenergie im Handel. Eine Sprecher von DEW 21 bestätige gegenüber dieser Redaktion einen Bericht der Ruhrnachrichten, wonach die Einnahmen aus den Energieverkäufen deutlich unter den Beschaffungskosten lagen. Auch kaufte der Discounter demnach zu viel Energie ein.
Teilverkauf von Windkraftanlagen?
Durch den jetzt festgeschriebenen höheren Verlust der Tochter verringert sich der Gewinn von DEW 21. Wie die Ruhrnachrichten erfahren haben, steht unter dem Strich noch ein Plus 12,2 Millionen Euro. Geld, das an den Gesellschafter Westenergie überwiesen wird. Für den zweiten Gesellschafter, die Stadtwerke-Mutter DSW 21, bleibt dem Vernehmen nach wie schon im Vorjahr kaum etwas übrig.
Mehr Geld soll in umgekehrter Richtung fließen. Die Eon-Tochter Westnetz und DSW 21 wollen als Gesellschafter offenbar das Eigenkapital von DEW 21 um 100 Millionen Euro aufstocken. Stärken soll das Unternehmen auch eine „Transformationsvereinbarung“, die Ende 2024 mit den Gesellschaftern getroffen wurde. Das Papier zeichnet laut Zeitungsbericht Wege vor, wie DEW 21 an weiteres frisches Kapital gelangen könnte – so zum Beispiel durch den Teilverkauf von Windkraftanlagen. Auch soll sich DEW 21 zu Sparmaßnahmen verpflichtet haben.
Manfred Fischer
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Freitag, 14.03.2025, 17:15 Uhr
Freitag, 14.03.2025, 17:15 Uhr
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